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DFB: Nagelsmann schaltet sich in Tuchel-Zoff mit der Fifa ein

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Toronto – Julian Nagelsmann (38) springt Thomas Tuchel (52) im Fotografen-Zoff zur Seite! Der England-Trainer hatte sich nach dem WM-Auftaktspiel der „Three Lions“ gegen Kroatien (4:2) darüber beschwert, dass ihm bei der Nationalhymne zahlreiche Kameraleute die Sicht auf das Feld und seine Spieler versperrten.

Jetzt schaltet sich auch Nagelsmann in die Fotografen-Diskussion ein. Der Bundestrainer sagte nach dem 2:1 der deutschen Nationalmannschaft gegen die Elfenbeinküste: „Ich weiß nicht, wie viel wir uns jetzt beschweren dürfen. Aber ich will Thomas Tuchel beipflichten. Es ist ein emotionaler Moment, wenn man bei der Nationalhymne eine Connection zu den Spielern herstellt. Was hier schon krass ist, ist, dass es supernah ist. Ich habe immer das Gefühl, dass das Riesenrohr mir die Nasenhaare aus einem Zentimeter Entfernung fotografiert.“

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DFB: Nagelsmann schaltet sich in Tuchel-Zoff mit der Fifa ein

Quelle: BILD/MagentaSport

„Ich glaube, da gibt es bessere Lösungen“

Nagelsmann geht es dabei vor allem auch um den Moment unmittelbar nach der Hymne. Er erklärte: „Ich glaube, da gibt es bessere Lösungen. Auch für die Spieler, um eine Connection zum Trainerteam herzustellen. Die merken ja auch, wie wir mitsingen, wie emotional wir sind oder ob wir sie pushen, wenn die Nationalhymne vorbei ist. Da wird nochmal angefeuert und ich sehe nur Fotografen vor mir. Es sind sehr viele Menschen sehr nah und du siehst eigentlich gar nichts.“

Julian Nagelsmann springt Thomas Tuchel im Fotografen-Zoff zur Seite

Foto: Christian Spreitz/BILD

Damit ist Nagelsmann nun schon der zweite Trainer, der seinem Ärger Luft macht. Wenige Tage zuvor hatte sich Tuchel öffentlich an die Fifa gewendet, er sagte: „Ich bitte die Fifa inständig, die Position der Fotografen zu ändern, denn ich konnte meine Mannschaft während der Nationalhymne nicht sehen, und ich hatte mich so auf diesen Moment gefreut. Es war heute ein ganz besonderer Moment, und ich stand einen halben Meter entfernt vor 50 Fotografen und konnte keinen einzigen Spieler sehen. Das hat mir das Erlebnis ein wenig verdorben.“

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Foto: WITTERS

Der Verband reagierte daraufhin und änderte die Abläufe vor dem Anpfiff der WM-Spiele. Die Fotografen rücken jetzt enger zusammen, während die Trainer links und rechts versetzt von der Traube und abseits der Trainerbänke stehen. Gelöst wurde das Problem damit aber nicht.

Übrigens: Bei Spielen der englischen Nationalmannschaft im Wembley-Stadion positionieren sich die Fotografen während der Hymnen beispielsweise zwischen den Trainerbänken und schränken so die Sicht der Trainer nicht ein. Da die Stadien in den USA aber hauptsächlich auf Football-Spiele ausgelegt sind, ist an den Trainerbänken deutlich weniger Platz. Und eine Lösung ist daher erstmal nicht in Sicht.