TTS-Player ÜberspringenArtikel weiterlesenDieses Spiel geht in die deutsche Eishockey-Geschichte ein! Im Playoff-Viertelfinale der DEL2 zwischen Rosenheim und Regensburg dauerte es 122 Minuten und 35 Sekunden, bis der Sieger feststand. Es war das bisher längste Spiel der 2. Liga. Und das zweitlängste, das je in Deutschland stattfand.In der vierten (!) Overtime gelang Regensburgs Bryce Kindopp nach reichlich zwei Minuten der erlösende Siegtreffer zum 6:5. Zum Verständnis: Das Rekord-Spiel ging vor über 4400 Zuschauern mehr als doppelt so lange, wie eine normale Eishockey-Partie. Um 17 Uhr wurde das erste Bully gespielt, die Entscheidung fiel dann um 22:36 Uhr.In den Playoffs wird bei einem Unentschieden nach 60 Minuten so lange gespielt, bis ein Tor fällt, nach jeweils 20 Minuten gibt es eine kurze Pause.Mehr zum Thema”Wir waren alle kaputt. Es ging nicht mehr um ein schönes Tor, dafür aber um ein sehr wichtiges”, sagte der Schütze nach nervenaufreibenden fünfeinhalb Stunden auf Sporteurope.tv. Regensburg geht damit in der Serie Best of Seven mit 2:1 in Führung, braucht noch zwei Siege für den Einzug ins Halbfinale.Rosenheims Trainer Jari Pasanen: “Das war eine Tortur. Mir tun alle Spieler auf dem Eis leid.” Sein Regensburger Kollege Peter Flache: “So ein Spiel hat eigentlich keinen Sieger verdient. Aber ich bin sehr stolz auf meine Mannschaft.” Beide Teams stehen sich am Mittwoch in Regensburg erneut gegenüber.In den weiteren Begegnungen des DEL2-Viertelfinales setzte sich Krefeld 5:2 gegen Landshut durch (Serienstand 3:0), Bietigheim gewann 5:2 in Ravensburg (2:1) und Weißwasser siegte 4:3 in Kassel (1:2).DEL-Rekord steht bei 168 MinutenDas bisher längste Spiel des deutschen Eishockeys datiert übrigens aus dem Jahr 2008. Damals setzten sich die Kölner Haie im Viertelfinale der DEL nach über 168 Minuten mit 5:4 gegen die Adler Mannheim durch. Philip Gogulla erzielte nach über sechs Stunden das entscheidende Tor.Das bisher längste Eishockey-Match aller Zeiten wurde am 12. März 2017 in Norwegen gespielt: Acht Verlängerungen mussten sich Spieler und Publikum gedulden, bis es zwischen Storhamar Hockey und den Sparta Warriors zur Entscheidung kam. Kurz vor Ende der achten Overtime traf Joakim Jensen nach über 217 Minuten für Storhamar zum 2:1. Die Akteure lieferten sich netto mehr als dreieinhalb Stunden eine Nervenschlacht, bis nachts um 02:33 Uhr die Entscheidung fiel.





