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Dynamo Dresden: Dieser Kicker steht vorm Aufstiegs-Triple

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Niklas Kreuzer (33) ist unbestrittener Aufstiegsheld bei Dynamo Dresden. Doch jetzt kann der Rechtsverteidiger noch einen draufsetzen und geradezu Historisches schaffen.

2016 und 2021 gelang dem Sohn von Bayern-Legende Oliver Kreuzer (60) mit den Sachsen der Sprung in die 2. Bundesliga. Nach seiner Rückkehr im vergangenen Winter steht Kreuzer kurz vor seinem dritten Aufstieg im Trikot des Kultklubs. Auch wenn es diesmal „nur“ um das U23-Team geht, dürften vor ihm noch nicht viele Kicker das Triple geschafft haben.

Zwei Spieltage vor Schluss ist die vor der Saison neu an den Start geschickte Dynamo-Reserve klarer Tabellenführer in der Landesliga, benötigt nur noch einen einzigen Punkt für die Meisterschaft und den damit verbundenen Aufstieg in die Oberliga Süd. Der soll am Samstag (14 Uhr, Ostragehege, Platz 15) im Heimspiel gegen Reichenbach vor hoffentlich vielen Fans eingefahren werden.

Der Routinier ist zwei Spieltage vor Schluss mit der U23 Spitzenreiter der Landesliga

Foto: Steffen Manig

„Wenn wir es packen sollten, wird´s danach sicher eine kleine Party geben“, versichert Kreuzer, der ohnehin schon den Feier-Befehl ausgegeben hat: „Ich habe den Jungs gesagt, dass wir nach der Saison im Aufstiegsfall an den Ballermann fliegen. Das ist ein Muss und auch eine Art Teambuilding. Jetzt gilt es, unser Ziel zu erreichen.“

Kreuzers Wort zählt bei den Jung-Kickern. Und genau dafür wurde er sozusagen reaktiviert. „Die Idee war, dass die junge, talentierte Mannschaft ein bisschen Führung und Erfahrung braucht. Sozusagen neben dem Trainerteam einen Ansprechpartner auf und neben dem Platz. Das war deutlich wichtiger, als dass ich fußballerische Glanzpunkte setze. Ich habe früher auch sehr von den Routiniers wie Michael Hefele, Lumpi Lambertz, Marco Hartmann oder Cristian Fiel profitiert.“

Der Rechtsverteidiger war sechs Jahre lang bei den Profis gesetzt, stieg zweimal in die 2. Liga auf

Foto: picture alliance/PICTURE POINT/Roger Petzsche

Zwar kann der Dynamo-Star, der 90 Zweit- und 189 Drittligaspiele auf seinem Konto hat, in der 6. Liga immer noch locker mithalten. Doch auch wenn er von seinem 2023 diagnostizierten Hodenkrebs komplett geheilt ist, hat die Zeit deutliche Spuren hinterlassen. „Das war ein herber Einschnitt“, gibt Kreuzer unumwunden zu. „Vom Läuferischen und von der Power ist schon was verlorengegangen. Das macht einfach was mit deinem Körper.“ Abgesehen davon, dass auch das Alter seinen Tribut fordert.

Deshalb hat er sich mit den Vereinsverantwortlichen schon mehr oder weniger darauf verständigt, dass die kommende Saison seine letzte sein wird. „Mit 34 Jahren reicht es dann auch.“ Ohnehin soll sich der gebürtige Münchner künftig vor allem auf seinen neuen Job in der Scouting-Abteilung von Dynamo Dresden konzentrieren. „Aber ich denke, dass mich die Jungs bei einem möglichen Aufstieg in der Oberliga vielleicht nochmal ein bisschen mehr brauchen.“

Vorfreude auf die Oberliga

Erstmal überwiegt die Vorfreude auf die nächsthöhere Liga. „Weil das Niveau besser ist und die Spiele offener werden“, erklärt Kreuzer. „In der Landesliga spielen wir fast nur gegen Teams, die mit elf Mann hinten drinstehen. Das ist für jeden Gegner ein Highlight-Spiel, die hauen sich da voll rein. Und trotzdem musst du die Spiele erstmal gewinnen.“ Was in der Rückrunde bis auf zwei Remis auch immer gelang. „Da ziehe ich echt den Hut vor den Jungs, wie sie das machen.“

In der fünfthöchsten Liga können sich die jungen Kicker dann auf höherem Niveau weiterentwickeln. „Einige von ihnen werden unter der Woche bei den Profis mittrainieren und dann im U23-Team die so wichtige Spielpraxis sammeln. Genau das war und ist das Ziel.“ Und nachdem er das mit auf den Weg gebracht hat, kann „Kreuz“ in einem Jahr die Fußballschuhe auch ruhigen Gewissens an den Nagel hängen…