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Zverev schlägt Halys und steht im French-Open-Achtelfinale

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Zverev schlägt Halys und steht im French-Open-Achtelfinale

AUDIO: Zverev siegt in vier Sätzen gegen Halys und steht im Achtelfinale (1 Min)

Stand: 30.05.2026 01:10 Uhr

Alexander Zverev ist seinem Traum vom ersten Grand-Slam-Titel in der Nacht zu Sonnabend einen weiteren Schritt nähergekommen. Der Tennis-Olympiasieger von 2021 bezwang bei den French Open den Lokalmatadoren Quentin Halys und zog ins Achtelfinale ein.

In seiner dritten Night Session in Folge in Frankreichs Metropole zeigte der Hamburger lange Zeit eine souveräne Leistung und steuerte bei seiner 2:0-Satzführung (6:4, 6:3) und einem frühen Break im dritten Durchgang schon auf einen lockeren Erfolg hin.

Dann aber schlich sich beim 29-Jährigen der Fehlerteufel ein. Außenseiter Halys holte sich um Mitternacht den dritten Durchgang mit 7:5 und witterte Morgenluft. Doch nach kurzer Schwächephase fand Zverev wieder zurück zu seinem Spiel, breakte den Franzosen sofort und gewann Satz vier mit 6:2.

“Ich bin sehr glücklich mit dem Niveau am Ende und dass ich es um ein Uhr beenden konnte und nicht um drei Uhr“, sagte der Hamburger. Er habe sich trotz eines “kleinen Durchhängers” gut gefühlt. Er wolle sich selbst die Chance geben, “hier alle Matches zu gewinnen”.

Nun gegen Qualifikant De Jong

In der Runde der letzten 16 trifft er nun auf den Niederländer Jesper de Jong. Der 25-Jährige hatte sich zuvor gegen den an Nummer 13 gesetzten Russen Karen Khachanov mit 7:5, 5:7, 6:2, 6:7 (2:7), 6:2 durchgesetzt.

Gegen den Weltranglisten-106. der sich in Paris durch die Qualifikation kämpfen musste, hatte Zverev bereits im vergangenen Jahr bei den French Open gespielt. Mit etwas Mühe setzte sich Deutschlands Nummer eins seinerzeit in der zweiten Runde in vier Sätzen durch.

Nach Sinner scheitert auch Djokovic früh

Zverev und Halys hatten erst um 21.30 Uhr mit ihrem ursprünglich für 20.15 Uhr angesetzten Spiel beginnen können, weil sich zuvor Grand-Slam-Rekordchampion Novak Djokovic (Serbien) über 4:53 Stunden ein packendes Duell mit dem Brasilianer Joao Fonseca auf dem Court Philippe-Chatrier lieferte. Am Ende verließ Djokovic den Platz mit hängenden Schultern. Denn der Traum des 39-Jährigen vom 25. Major-Titel ist nach der 6:4, 6:4, 3:6, 5:7, 5:7-Niederlage gegen den 20 Jahre jüngeren Fonseca geplatzt.

Der Serbe war in Paris an Nummer drei gesetzt und ist nach dem Weltranglistenersten Jannik Sinner, der am Vortag am Argentinier Juan Manuel Cerundolo scheiterte, bereits der zweite Favorit, der früh die Segel streichen musste. Da Vorjahressieger Carlos Alcaraz (Spanien) zudem verletzt fehlt, ist Zverev nun von der Papierform her Anwärter Nummer eins auf den Titel.

Novak Djokovic ärgert sich bei den French Open

3. Runde bei den French Open

Nach Topfavorit Jannik Sinner ist ein weiterer Anwärter auf den French-Open-Titel ausgeschieden. Grand-Slam-Rekordsieger Novak Djokovic scheiterte in einem dramatischen Match an Toptalent Joao Fonseca.

Zverev von Beginn an mit stabiler Vorstellung

Zusätzlichen Druck verspürt der 29-Jährige deswegen offenbar aber nicht. Gegen Halys knüpfte der Hamburger jedenfalls zunächst nahtlos an seine Leistungen aus den ersten beiden Spielen gegen den den Franzosen Benjamin Bonzi und den Tschechen Tomáš MachÃ¡Ä an.

Ihm gelang gleich ein Break zur 2:0-Führung. Zwar gab Zverev anschließend seinen Service ab, holte sich aber sofort wieder das Aufschlagspiel des Franzosen. Ein weiterer Beweis dafür, dass Deutschlands Nummer eins mental voll auf der Höhe ist und sich durch Rückschläge – anders als häufig in den Vorjahren – nicht aus dem Tritt bringen lässt.

Insbesondere dank seines starken ersten Aufschlags und der im Vergleich zu Halys besseren Returnquote gewann Zverev Durchgang eins mit 6:4.

Hamburger mit einigen Fehlern, aber vielen Winnern

Tennis-Profi Alexander Zverev in seinem Drittrundenspiel bei den French Open

Total fokussiert: Alexander Zverev gewann auch sein drittes Spiel in Paris – wenn auch diesmal mit Problemen.

Der zweite Satz begann wie der erste: mit einem Break des Hamburgers. Anders aber als im ersten Abschnitt hielt sich der 29-Jährige anschließend bei seinem eigenen Service schadlos. Damit konnte er zufrieden sein. Weniger glücklich dürfte der Weltranglisten-Dritte mit für seine Verhältnisse vielen leichten Fehlern gewesen sein.

Der eine oder andere vielleicht nicht mit der letzten Konzentration ins Netz oder Aus geschlagene Ball war aber verkraftbar, weil Zverev in den entscheidenden Momenten immer imstande war, einen Winner auszupacken. Sein Kontrahent musste für seine Punkte weitaus mehr schuften. Zumal sich der Franzose an diesem Abend nur bedingt auf seinen sonst so starken Aufschlag verlassen konnte. So gab der 29-Jährige beim Stand von 3:5 zum zweiten Mal in Satz zwei seinen Service ab.

Zverev mit Leistungsabfall im dritten Satz

In Durchgang drei wurde Zverev dann endgültig zum Serientäter. Denn abermals nahm er Halys gleich dessen erstes Aufschlagspiel zur 2:0-Führung ab. Die Vorentscheidung? Mitnichten! Halys zeigte Moral und weckte das zwischenzeitlich bereits ziemlich ruhige Publikum mit dem Re-Break zum 1:2 und dem anschließenden 2:2-Ausgleich wieder auf.

Nun agierte der Lokalmatador auf Augenhöhe mit Zverev, der plötzlich etwas von der zuvor gezeigten Souveränität einbüßte und Breakchancen liegen ließ. Mehr noch: Beim Stand von 5:5 zeigte der Hamburger nun auch noch Schwächen beim eigenen Service, gab das Aufschlagspiel und wenig später den Satz mit 5:7 ab.

Vierter Durchgang wieder klare Sache

Es folgte also Durchgang vier. Und dieser begann natürlich wieder mit einem Break von Zverev. Wie schon in den vorigen Sätzen nahm er Halys dessen erstes Aufschlagspiel ab. Und diesmal ließ er sich diesen Vorteil nicht mehr nehmen.

Der Hamburger zeigte beim eigenen Service hernach keine Wackler und nahm dem Franzosen beim Stand von 5:2 zum zweiten Mal den Aufschlag ab. Mit seinem dritten Matchball machte der 29-Jährige nach 3:07 Stunden den Einzug in die Runde der letzten 16 perfekt.

Alexander Zverev in seinem Zweitrundenspiel bei den French Open gegen Tomáš MacháÄ

Der Hamburger gibt sich im Duell mit den Tschechen Tomáš MachÃ¡Ä keine Blöße und trifft nun in Runde drei auf den französischen Außenseiter Quentin Halys.

Alexander Zverev

Tennis

Gegen den Franzosen Benjamin Bonzi wurde der Tennis-Profi aus Hamburg seiner Favoritenrolle gerecht und sammelte Selbstvertrauen. Auch Eva Lys überzeugte.